Mein neues Projekt „bevor alles verweht“ (02/2025)
Sie kennen sicher alle das Problem beim Betrachten alter Familienfotos: nach einigen Jahren kann man bei vielen Personen die Namen nicht mehr zuordnen und so geht die vielleicht wichtigste Information zu einem Bild für die Nachwelt verloren.
Das ist natürlich bei unserem Archiv nicht anders. Wir erhalten sehr viele Nachlässe mit Bezug zu Hainburg und auch unser Altbestand an Fotos ist sehr umfangreich, aber leider gibt es auch in unserer Sammlung immer mehr Informationslücken.
Dem möchte ich mit meinem neuen Projekt entgegenwirken. Ab heuer treffen sich historisch interessierte Hainburgerinnen und Hainburger und wir Betrachten gemeinsam historische Fotos aus unseren Beständen. Wenn wir Personen, Ereignisse oder Standorte erkennen, werden diese Informationen notiert und im Nachgang in den IPTC-Daten direkt in der Bilddatei hinterlegt und so der Nachwelt erhalten. Die IPTC-Daten funktionieren wie ein Begleittext zu Bildern und können bei einer Suche sehr einfach und ohne besondere EDV Kenntnisse aufgerufen werden.
Unsere erste Zusammenkunft im Jänner war bereits äußerst erfolgreich. Das Team, bestehend aus Lucia Serringer, Brunhilde und Bernhard Puhl, Georg Eder, Willi Beck und Stefan Gaiswinkler, konnte auf rund 500 Fotos 90 Prozent der gezeigten Personen namentlich benennen. Die eruierten Namen werden nun bis zum nächsten Termin von mir in den Bilddaten hinterlegt.
Ich bedanke mich bei den beteiligten Personen für die konstruktive und auch sehr unterhaltsame Zusammenarbeit und denke, dass wir hier einen wichtigen Dienst für unsere Nachkommen und auch für das Kulturerbe der Stadt leisten.
Josef Aigner
Stadtmuseum Wienertor
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Das Stadtmuseum Wienertor als Gedächtnis der Stadt (12/2024)
Wir dokumentieren die Hainburger Geschichte in seiner ganzen Vielfalt, also das kulturelle, religiöse, politische und wirtschaftliche Leben, ebenso wie private Feste und persönliche Aufzeichnungen über unsere Stadt.
Zu unserem Archiv gehören Dokumente vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart, wobei der Schwerpunkt unserer Sammlungen im 19. und 20. Jahrhundert liegt.
Die Archivalien werden von uns schonend gescannt, in einer Datenbank erfasst und dauerhaft in archivsicheren Verpackungen abgelegt.
Um unsere Sammlungen zu erweitern, suchen wir laufend nach Fotos, Filmen, Dokumenten, Urkunden, Plänen, Zeichnungen, Briefwechsel oder persönlichen Aufzeichnungen zur Hainburger Geschichte. Falls Ihnen bei Verlassenschaften, Entrümpelungen oder Hausräumungen solche Dinge in die Hände fallen, dann denken Sie bitte an das Museum Wienertor.
Kontaktaufnahme bitte über museum@wienertor.at oder telefonisch mit Herrn Josef Aigner 0664 22 61 630.
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Wir möchten Sie auf unsere neueste Publikation aufmerksam machen:
Weillen durch den Erbfeind alles ruinirt … .
Zerstörung und Wiederaufbau der landesfürstlichen Stadt Hainburg an der Donau nach dem türckhen rumbl im Spiegel der Ratsprotokolle (1683-1688). Edition und Kontext.
Erschienen in der edition wienertor, Band 1, herausgegeben
vom Stadtmuseum Wienertor der Stadtgemeinde Hainburg an der Donau. 466 Seiten im Format A4.
Für 25 Euro erhältlich in der Buchhandlung Serringer, im Infobüro, bei Optik Gerald Holkovics oder im Stadtmuseum Wienertor. Gerne versenden wird auch per Post um 4,30 Euro.
Der Inhalt
Als Hainburg an der Donau im Juli 1683 von osmanischen Streifscharen erobert wurde, hatte die landesfürstliche Stadt nicht nur zahllose Opfer zu beklagen, sondern wurde durch einen darauffolgenden Stadtbrand auch zu großen Teilen zerstört. Der Rat der Stadt, als er im Herbst des Jahres wieder seine Verwaltungstätigkeit aufnahm, musste seine gesamten Kapazitäten in den Wiederaufbau der Stadt wie auch des Gemeindelebens stecken. Der tägliche Überlebenskampf einer stark dezimierten Gesellschaft spiegelt sich dabei besonders in den Ratsprotokollen wider. Die vorliegende Arbeit skizziert auf Basis einer Edition der Protokolle von 1683 bis 1688 Hainburgs schwierigen Weg zurück – und versucht dabei sorgsam, die zahlreichen kursierenden Mythen von belegbaren Fakten zu trennen.
Die Reihe
Das Stadtmuseum Wienertor hat mit der 2021 gestarteten edition wienertor eine Schriftenreihe ins Leben gerufen, die qualitativ hochwertige wissenschaftliche Forschung zur Lokalgeschichte für ein Fachpublikum, aber auch die Bewohner*innen der Stadt und die Liebhaber*innen ihrer Geschichte zugänglich machen soll.
Der Autor
Daniel Haberler-Maier, BA MA, geboren 1989, Historiker und Archivar. Leiter des Stadtarchivs Krems, Mitglied des Instituts für österreichische Geschichtsforschung. Forschungsschwerpunkte in der Stadt- und Regionalgeschichte. Aufgewachsen in der Gegend um Hainburg.

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