Geschichte des Stadtmuseums und der Arbeitsgruppe Wienertor

Eine Stadt wie Hainburg mit einer sehr bewegten Geschichte hinterlässt der Nachwelt auch eine Flut von Erinnerungsstücken aus vergangenen Tagen. Diese zu sammeln, zu konservieren und der Öffentlichkeit zu präsentieren ist eine Aufgabe, die die Arbeitsgruppe Stadtmuseum Wienertor übernommen hat.

Bereits 1928 hat Bruno Jahn eine erste Sammlung von historischen Stücken zusammengestellt und in einem Raum der Volksschule ausgestellt. Die Vielzahl der Objekte sprengte aber bald den Rahmen des Klassenzimmers und das Stadtmuseum übersiedelte 1936 in das Wienertor.

Nach den Kriegswirren waren die Sammlungen teilweise verschwunden, verwaist und in einem sehr desolaten Zustand. Erst in den 60er Jahren fanden sich wieder interessierte und tatkräftige Freiwillige die die Sammlungen wieder ergänzten und reaktivierten. Aus dieser Gruppe entwickelte sich Ende der 70er Jahre die Arbeitsgruppe Stadtmuseum Wienertor die bis heute besteht.

Die Arbeitsgruppe besteht aus derzeit sechs freiwilligen und ehrenamtlichen Mitarbeitern und ist nur ein loser Zusammenschluss an Kultur und Geschichte interessierter Hainburger, kein Verein.

Die Mitgleider sind: Stefan Francsits, Leopold Staritz, Prof. Hanns Karl Mayer, Marianne Strohmayer-Menguser, Markus Strohmayer und dem Sprecher der Arbeitsgruppe Josef Aigner.

Das Museum beherbergt im ersten Geschoß einen Raum in dem die Geschichte der Tabakwarenindustrie und der Tabakfabrik dokumentiert wird. Ein weiterer Raum ist für jährlich wechselnde Sonderausstellungen reserviert und zwei Räumen behandeln das Mittelalter in Hainburg.

Im zweiten Geschoss wird ebenfalls die Urgeschichte von der Jungsteinzeit bis zur Eisenzeit präsentiert. Das dritte Geschoss, einst das Waffendepot des Wienertores, ist das eigentliche Heimatmuseum der Stadt.

In rund 20 Vitrinen werden die Handwerkszünfte vorgestellt, Funde aus den Türkenkriegen gezeigt, historische Dokumente und diverses medizinisches Gerät präsentiert. Eine große Sammlung an historischen Schützenscheiben aus der nahe dem Wienertor gelegenen Schießstätte wird ebenfalls gezeigt.