Vortrag am 4.10.2025 17:00 Uhr im Wienertor
Das Hainburger Kadetteninstitut,
Feldmarschall Conrad von Hötzendorf und andere berühmte Absolventen.
Vortrag von Dr. Gerhard STADLER
Hainburg wurde 1852 Standort eines der ersten Kadetteninstitute, in denen Jungen ab ihrem 11. Geburtstag streng, leistungsorientiert und paramilitärisch erzogen wurden, fern ihrer Eltern. Am Ende Österreich-Ungarns waren es mehr als 45 Internate, deren beste Absolventen in die Militärakademien aufgenommen wurden. Viele Karrieren bis zum General, Marschall oder Minister begannen in Hainburg.
Berühmtester und mächtigster wurde der spätere Feldmarschall Franz Conrad von Hötzendorf, der von 1907 bis Ende 1916 als Chef des Generalstabes de facto Oberbefehlshaber aller k.u.k Armeen war. Politisch umstritten, militärisch brilliant, doch wegen widriger Umstände nicht nur siegreich – und von persönlichen Schicksalsschlägen gezeichnet, wurde er ein „Schicksalsmensch“ der sich 1918 auflösenden Donaumonarchie. 1925 starb er. Neben seinem Leben wird im reich illustrierten Vortrag auch an der Erfolge einiger anderer „Frequentanten“ des Hainburger Kadetteninstitutes bzw. der ihr ab 1869 folgenden Pionierkadettenschule gedacht.
Der Vortragende war Sektionschef in Wien und danach Direktor der Pan-Europäischen Flugsicherungsorganisation „Eurocontrol“ in Brüssel. Während zahlreicher beruflicher und privater Reisen konnte er alle Regionen der Donaumonarchie kennenlernen, über die er auch kultur- und militärhistorische Publikationen veröffentlichte, auf „rot-weiß-roten Spuren“.




