Sprengungen der Tunnels an der Donau am Fuße des Braunsberges in den Jahren 1935 und 1936
Von Karl Primec und Karl Walek
Hr. Karl Primec wurde im Jahre 1911 geboren und kam zum Pionierbataillon 1 nach Klosterneuburg. Von dort wurde er zur Ausbildung für Sprengungen Anfang der 30iger Jahre nach Deutsch Altenburg entsandt. Er hat dort für die späteren Hainburger Sprengungen gelernt.
Die Sprengungen der Tunnels an der Steinplatte beim Braunsberg erfolgten in den Jahren 1935 und
- Sie dienen der Abwehr von Don au Fahrzeugen, die aus Preßburg kamen. Siehe auch Schießscharten beim zweiten Tunnel.
Sprengmeister und Kommandant war Zugsführer Karl Primec.
Das erste „Spreng-Detachement“ erfolgt im Herbst 1935 durch das Pionierbataillon 1. Von einem Kompressor vor dem Lang-Haus wurde die Pressluft für die Bohrung der Sprenglöcher über lange Schläuche zu den Sprengstellen gepumpt. Die Sprengungen dauerten ca. 2-3 Monate.
Die Sprengung des zweiten Tunnels erfolgte vom 21.9. bis 11.11.1936.
In diesem Jahr wurden auch Sprengungen beim Steinbruch (ehemaliger Schießplatz) in Hundsheim vorgenommen.
Am Braunsberg wurde unterhalb des Parkplatzes eine Sprengung für ein ganzes Bataillon vorgenommen.
Bei den Sprengungen an der Donau war immer wieder Rücksicht auf die durchfahrenden Schiffe zu nehmen. So erzählt Herr Primec die folgende Geschichte: „Es war wieder kurz vor einer Sprengung, als sich donauabwärts vor Hainburg ein Schiff näherte. Alle meinten, es werde in Hainburg anlegen, und man könne ohne weiters sprengen. Doch ich ließ noch zuwarten und siehe da, das Schiff legte nicht an, sondern fuhr durch. Hätte die Sprengung stattgefunden, wäre das Schiff in große Gefahr gekommen, da bei dieser Sprengung die Steine bis in die Au hinübergeflogen waren.“ Die Pioniere waren in der Hainburger Schlosskaserne einquartiert, die 1966 wegen Baufälligkeit gesprengt wurde.
Der Artikel wurde dankenswerterweise durch Vermittlung von Hm. GR Johann Railhofer ermöglicht, der den Kontakt zu Hm. Primec herstellte und das Gespräch koordinierte.




